Atemstillstand. Der Tag war lang und lehrreich.

Warum koennen wir eigentlich keine Eier legen?

Morgen wird die Familie gewechselt, einfach so. Auf einmal. Und ich muss gleich meinen Koffer ganz alleine packen und ich habe panische Angst, vieles falsch zu machen. Wieder und wieder. Und ich sehe den Blick meiner Gastmam und wuerde ihr am liebsten sagen, dass es mir leid tut und anfangen zu weinen und stattdessen schliesse ich mich im Zimmer ein und weiss nicht wie ich das machen soll. Denen in meiner Klasse sagen "Hey! Heute ist der letzte Tag mit euch! Und hey Profesor, ich bin morgen nicht mehr da und ach uebrigens hey direk, goodbye."

Farbschattierung.

Montagsmorgen sms ans herz:
Die Sonne laechelt vor Sehnsucht. Heute ist ein kalter Tag im Herzen. Jede Sekunde scheint Ewigkeiten zu beinhalten. Wohin wird mich das ales fuehren? Ich mag es nicht wissen. Nicht erleben. Ich mag zu Hause sein, mich drei Tage in meinem Zimmer verkriechen koennen oder mit dir Radierer zerstueckeln, oder dir ins Gesicht sehen koennen. Dein Laecheln einfangen. Ich mag im Zug sitzen. Zu ihm. Wie einst. Wie immer. Mit meinem Bruder im Auto neben mir. Und alles so vertraut und im Wissen, gleich faengt dein Leben an.

Pinselueberstrich.

Was wenn ich wieder in die selben Fehler tappe und ich wieder nicht so etwas wie ein zu Hause finden werde. Ich mag nicht, dass es an mir liegt, dass ich unfaehig bin ein familiaerer Mensch zu sein. Ich mache mir Sorgen, dass ich mit der falschen Einstellung an dem ganzen herangehe, weil ich im Moment Angst habe, nach Hause moechte und die Vorfreude die ich damals hatte, auf eine neue Familie, neue Moeglichkeiten wie die Freunde eines Kindes, dass hinfaellt und sich das Knie aufschuerft in irgendeine Art Schmerz umgeschlagen ist. Unbestimmbar. Denn eigentlich duerfte der kleine Riss doch nicht so weh tun. Darf er?
Vielleicht waere es selbst nicht so schlimm, wenn ich nur erkenne, nach klein Deutschland zurueckzukehren. Vielleicht koennte ich dann wenigstens wieder dort sein, wo ich liebe, wenn man mich schon nicht liebt.

Lachnummer.

Ich schreibe schon kryptische Sms, wenn ich mich danach fuehle. Manchmal direkt ins Gesicht schreiend und manchmal hintenrum, belanglos klingend, andere Woerter sagend, in Hoffnung dass man mich versteht ohne mich erklaeren zu muessen. Oder einfach nur aus der Angst, das Direktes genauso uebergangen wird wie Undirektes. Ich kann nicht gut mit Ablehnung umgehen. Auch nicht mit Allein sein. Wenn ich also versuche beides zu umgehen, fuehle ich mich als schreibe ich Buchstaben an die Luft und werde von den Voegeln nur zufaellig gemieden.

Erinnerungsstueck.

es ist berunruhigend und schoen, weil man sich wiedererkennt, so fremd man sich auch fuehlt, seinen alten Blog durchzulesen. Es ist kein schoenes Gefuehl, zu lesen wer man war, wie man dachte, zu wissen, wer man ist, wie nah alles beieinander liegt, wie schnell ich sein kann, was vergangen scheint und bei alldem nicht zu wissen, wie man sein wird. Wie man sich verhalten wird und ob man faellt oder springt. Oder beides, wie so oft. Und die Lust es auszuprobieren, jetzt sofort auf der Stelle vor Haeusern zu stehen aus denen ich eins weinend ging. Und zu klingeln. Einfach so.

Mir fehlen diese langen e-mails mit Jasmina und dass wir beide sind, wer wir waren und ich weiss nicht, ob das so besser fuer jeden einzelnen von uns ist. Fuer uns beide eh nicht, aber uns geht das Wohl des anderen vor dem Wohl des Uns. Das ist nicht traurig, nur einfach so. Mir fehlt meine Lin und das alte Forum, und Esther und Kila, und Anne. Anne fehlt mir. Sie alle und diese Welt die ich mit ihnen hatte, so fern von allem, was mir viel zerbrechlicher schien. Sehe ich die Dinge so falsch? Schliesslich stuerzt nur geliebtes ein, so sicher es auch scheint und der Rest bleibt fest erhalten. Und ach, ich koennte dazu viel sagen, aber ich lasse es wohl besser. Es hat keinen Sinn ueber Vergangenes zu reden es ist vergangen. Eigentlich suchte ich auch nur ein Zitat. Und nach 20 Minut Suchzeit gefunden: 

""·Es gibt Menschen und Orte, die lassen einen wahrhaftig sein und wirklich und echt. Die lassen einen plötzlich nackt dastehen, ohne dass man dabei friert. Diese Menschen und Orte will ich wieder finden. Ich kenne sie. Ich habe sie nur immer verlassen. //Mai 2006·""

Ich weiss nicht warum aber heute im Civika bekam mich das dringende Beduerfniss diese Saetze herauszusuchen, zu lesen, so als waere noch ein Raetsel inbegriffen, dass ich noch loesen muss.
Wo liegt der Schluessel? Und wo eigentlich die Tuer?

Nachtgesang.

2.10.07 03:20
 


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